Europe as an Idea and as a Viable Project founded on «Logos»

The term “Europe” carries a variety of content. We speak of Europe as a geographical space whose edges are often fluid and blurred (Norman Davis, Rémy Brague, Krzysztof Pomian). We also see Europe as a historically formed whole, as a dynamic constellation of events and occurrences that are significant and admirable or repugnant and shameful. Europe is understood (and should be understood) as a particular idea that is constantly changing, even though it is unlikely to develop into a comprehensive project of a specific form of life, economy and political communality. “Europeans” have often equipped the guiding idea of “Europe” with a completely deforming content and in the name of this idea committed heinous crimes (Tadeusz Kroński).

The aim of this conference is to examine the hypothesis that the most important distinction of Europeanness and the foundation of Europe as a certain idea and a desirable project can be found in the notion of Logos, which in its variety of content and meanings (Michel Fattal) may also include potentially self-destructive content and meanings. The main subject of investigation will be the question of embedding modern thinking about the society, state, law (Jürgen Habermas) and system of Europe (Armin von Bogdandy) in the logocentric tradition.

Europa als eine Idee und als ein tragfähiges Projekt gegründet auf «Logos»

Der Begriff “Europa” trägt eine Vielzahl von Inhalten. Wir sprechen von Europa als einem geografischen Raum, dessen Ränder oft fließend und verschwommen sind (Norman Davis, Rémy Brague, Krzysztof Pomian). Wir verstehen Europa auch als ein historisch geformtes Ganzes, als eine dynamische Konstellation von Ereignissen und Vorkommnissen, die bedeutsam und bewundernswert oder abstoßend und beschämend sind. Europa wird als eine bestimmte Idee verstanden (und soll auch so verstanden werden), die sich ständig verändert, auch wenn sie sich wahrscheinlich nie zu einem umfassenden Projekt  einer spezifischen Lebens-, Wirtschafts- und Existenzform des politischen Daseins  entwickeln wird.Nicht vergessen werden sollte, dass „die“„Europäer“ öfters mit der sie leitenden Idee „Europa“ völlig verformende Inhalte verbunden und im Namen dieser Idee abscheulichen Verbrechen begangen haben(Tadeusz Kroński).

Das Ziel der Konferenz ist, die These zu prüfen, ob für die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale des „Europäertums“ und einer begrüßenswerten Idee „Europas“  – das heißt eines Projekts, das kein selbstzerstörerisches Projekt sein darf – jene Gehalte angesehen werden können, die in dem inhaltsreichen Term „Logos“ enthalten sind (Michel Fattal), auch wenn es unter ihnen einige selbstdestruktive Gehalte hätte geben sollen. Im Zentrum der Erwägungen soll die Frage nach einer möglichen Verankerung des zeitgenössischen Denkens in einer logozentrischen Tradition Europas stehen – und zwar des Denkens über die moderne Gesellschaft, über den modernen Staat, über das Recht (Jürgen Habermas), über Verfassung Europas (Armin von Bogdandy), sowie über die Menschenrechte.